Marderkot auf dem Dachboden

Vielleich haben Sie selber schon mal eine Begegnung mit Marderkot gehabt. Man klappt nichts ahnend die Treppe zum Dachboden auf, erklimmt die Stufen und läuft – mit welchem Anliegen auch immer – zielgesteuert über den Dachboden. Und dann sieht man ihn: Marderkot! Wenn man nicht sogar vorher schon drüber stolpert – denn es gilt:

Vorsicht beim Öffnen der Dachboden-Luke!

Aber warum verhält sich der Marder so und wie muß ich mich verhalten?

Marder markieren. Und zwar alles, was ihnen dabei hilft, das eigene Revier vor Artgenossen zu sichern. In Schleswig-Holstein und im Raum Hamburg beanspruchen ca. 240.000 frei lebende Steinmarder ein Revier. Wird ein Revier frei, dann rückt ein neuer Marder sofort nach. Der Populationsdruck ist also enorm hoch…und das Nahrungsangebot auch!

Welche Rolle spielt Marderkot dabei?

Eine sehr große! Zwar ist der Marderkot kein direktes Hilfsmittel für die Markierung aber er dient zur Kommunikation untereinander. Trotzdem wird er unter anderem auch an den Grenzen des beanspruchten Reviers abgesetzt um jedem anderen Marder zu bedeuten: Bis hierhin und nicht weiter!

Wie genau sieht Marderkot aus?

Marderkot ähnelt sehr dem Katzenkot und ist etwa 1,5 – 2,0 cm breit und 8,0 – 10,00 cm lang. Am Ende ist die Spitze oft gedreht und es sind meistens unverdaute Nahrungsreste im Kot zu finden.

Marderkot kann überall auftauchen

Marderkot findet man auch an anderen Stellen wie z.B. im Carport, also in der Nähe des Autos. Achtung! Auf der Terrasse oder auf der Fußmatte kann man auch fündig werden. Wirklich unangenehm wird es, wenn der Marder das Dach und den Dachboden für sich entdeckt hat. Im Schrägdachbereich werden Sie die Hinterlassenschaften des Marders nicht bemerken, es sei denn, es haben sich mehrere Mardertoiletten angesammelt und es fängt an zu stinken.

Auf dem Dachboden ist es einfacher. Die Kothaufen sind in der Regel leicht zu finden und garantiert hat er auch auf die Dachbodenluke gekotet, was beim öffnenden sicherlich für eine wahre Freude sorgt. Also vorsichtig dabei, es könnte Marderkot regnen.

Im Übrigen markieren Marder ihr Revier in erster Linie mit Urinmarken oder mittels der Analanhangdrüse. Zusätzlich hat der Marder an den hinteren Laufsohlen ebenfalls Sekret-Drüsen. Jeder Tritt hinterlässt so auch eine Markierung, welche für alle Marder lesbar ist. Bei einem Revierwechsel haben Sie also keinesfalls Ruhe, stattdessen führen die Markierungen den neuen Eigentümer direkt zum Schlaf- und Futterplatz sowie zur Toilette.

Wenn Sie also an irgendeinem Ort Ihres Hauses Marderkot wie hier beschrieben finden, sollten Sie sofort handeln. Wir raten davon ab, den Marderkot selbständig einzusammeln. Er kann stark Keim-belastet sein und selbst wenn Sie Handschuhe tragen, ist eine Kontamination über die Luft möglich. Weitere Hinweise auf einen Marder finden Sie auch hier oder über unsere beliebte Checkliste zum Download. Wie man mit einem Marder und dessen Hinterlassenschaften umgeht, weiß der Profi Ihres Vertrauens.